Brain Management by Karl J. Hierl

Zukunft durch die Krise. Die grosse Kraft des „Magischen Dreiecks“ .

Damit das schon mal klar ist: Ich habe keine Glaskugel und bin kein Orakel. Ich behaupte nicht, Recht zu haben. Und was immer Sie jetzt nachstehend lesen, wäre als Sylvester-Scherz ein Pleite gewesen. Wenige Wochen später ist es Realität. Und viele finden es gut. Viele lehnen es ab. Hier in Kleinwallstadt, in Bayern, in Deutschland und in der ganzen Welt. Überall. Es gibt ein Thema, das alle verbindet – egal, ob sie es gut finden  oder ablehnen. Es ist eine neu Art von „Einheit“ entstanden, jenseits von „Richtig & Falsch“. Etwas, das alle akzeptieren. Jetzt ist etwas entstanden, woran bisher alle Päpste und Fürsten, Diktatoren und Machthaber gescheitert sind. Eine einheitliche Gemeinschaft, die sich über die gesamte Welt erstreckt. Eine Art „Welt-Regierung“, die keiner gewählt hat. Die keine „Posten“ vergibt. Die einfach nur wirkt. Eben – regiert!

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Sind wir jetzt tatsächlich „Alle Eins“ geworden?

Als „Lotse in die Zukunft“ ist es mein Geschäft, über die Zeit-Region nachzudenken, in der wir den Rest unserer Existenz leben werden. Wie wir aus der Zeit, die es noch garnicht gibt, etwas machen, das positiv und aufbauend ist. Wie man das beeinflussen kann, das erst noch werden muss.

Üblich stelle ich da zwei Fragen:

  1. Wovon wollen wir weg?
  2. Wo wollen wir hin?

Das hat bisher viel Sinn gemacht. Aber jetzt? Jetzt wollen wir offiziell von der Krise weg – und akzeptieren dafür die massivsten Veränderungen. Beschränkungen. Gesetzes-Mutationen. Die früheren Grippe-Krisen waren ähnlich „gefährlich“. Aber das hat keinen sonderlich aufgeregt. Niemand hätte dafür die Statistiken derart brutal gefälscht, wie jetzt. Alle wissen es – und lassen es geschehen. Ist das wirklich nur „Trägheit“?

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„Die Krise“ hat die grössten Entwicklungen, die es jemals auf dieser Welt gegeben hat, ausgelöst. Sorry – aber das kann nicht nur der Virus sein. Da müssen wir nach ganz anderen Auslösern suchen. Und wenn wir die verstanden haben, können wir daraus ableiten, worum es aktuell wirklich geht – und wohin das Ganze führen könnte.

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Die Frage nach vergleichbaren Hypes liegt nahe:
Ist „Die Krise“ wirklich einzigartig?

Gab es davor schon ähnliche Hypes und Hysterien? Also – die bisherigen Grippe-Krisen war es nicht. Aber ein anderer Hype hat bereits eine richtig breite Kahlschlag-Schneise in die Welt geschlagen: Die Digitalisierung.

Zig tausende von Start-Ups sind hoch gepoppt – und zerplatzt. Haben Milliarden privater und staatlicher Euros verbrannt. Die „Wirtschafts-Weisen“ haben uns das als „normal“ erklärt. Das muss so sein. Und niemand hat das je inter fragt. Nicht nur die Kleinen. Auch die Etablierten hat’s erwischt: Wer kennt die Firmen, nennt deren Namen, die damit plötzlich Pleite waren. Und keinen hat´s gejuckt. Das ist der Preis des Fortschritts – und den kann man nunmal nicht aufhalten.

Und heute? Unter „Der Krise“?
Da will die Regierung Milliarden ausstreuen, eherne Grundregeln brechen. Den Krisen-Geschädigten helfen. Und alle stimmen zu. Ist ja alles OK – aber warum jetzt. Und damals nicht?

Wenn ich heute diesen Blog-Post schreibe, sind wir noch voll im Krisen-Fieber. Dürfen nicht raus und spekulieren heiss, warum? Und wie’s weiter geht. Um für mich Antworten zu bekommen, habe ich als Arbeits-Hypothese

die 10 stärksten Dynamiken

analysiert, die ich aktuell als Haupt-Gestaltungs-Faktoren der Corona-Dynamik ausgemacht habe.

Drei davon will ich hier zitieren, weil sie uns auch ein wenig den Vorhang lüften, hinter dem sich die „Zukunft nach der Krise“ gerade entwickelt:

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  1. Dynamik: Der Matrismus.
    Den Begriff hat Heinz von Förster geprägt und damit eine Grundhaltung beschrieben, unter der sich der Einzelne für das Wohl des Grösseren Ganzen verantwortlich fühlt. Das haben wir von „Klima-Greta“ gehört. Die Autohersteller bekommen den Matrismus voll zu spüren. Und wer sich gerade mit Menschen unterhält, erlebt, dass die persönlichen Einschränkungen voll OK sind, weil sie dem Grösseren Ganzen dienen.

  2. Dynamik: Vernetzung.
    Ein Mega-Begriff der Vor-Krisen-Welt. Das ganz grosse Ziel – ob sinnvoll oder nicht. Aktuell erleben wir, welche Giga-Dynamik überhaupt in dieser Dynamik angelegt ist: Wenn Einer immer nur zwei Andere ansteckt, dann …. Die Vernetzung erschafft extrem expansive Felder, die schwer zu kontrollieren sind. Die über alle Grenzen und sozialen Schichten hinweg expandieren. Und – einmal gezündet, dreht sie hoch. Aus sich selbst heraus.

  3. Dynamik: Emotionalität.
    Die wahre Kraft hinter allem, was wir gerade als Krisen-Hype erleben. Fakten? Vergiss es. Angst? OK. Hysterie? Jawohl. Endlich wieder eine gemeinsame Kraft, die uns verbindet, die uns Stärke für ein gemeinsames Tun gibt. Die uns aus der Trägheit der Vernunft heraus reisst. Endlich wieder mal Leben spüren und mit Berechtigung raus knallen. Genau – das isses!

 
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Zusammen bilden die drei ein „Magisches Dreieck“, das praktisch gerade dabei ist, eine komplett neu Welt zu erschaffen.

Das tatsächlich die Kraft hat, eingeschliffene Rillen zu sprengen. Egal, wie absolut undenkbar das noch an Sylvester war. Oder hätten Sie im Januar gedacht, dass wir Ostern zuhause verbringen? Dass die Regierung die eigene Wirtschaft stranguliert – und dafür laut Applaus bekommt. Nein, keine Revolution. Keine Hass-Kampagnen. Keine Helden. Kein Blutvergiessen. Nur 3 Dynamiken: Matrismus, Vernetzung und Emotionalität. Und ein Virus und eine Krise. Die Bühne für dieses Theater.

Lassen wir hier im Schutz dieses Blogs die Phantasie springen. Wieso denn nicht auch mal in Richtung Zukunft spinnen. Die Realität wird uns dann schon einholen.

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Wie müssen wir jetzt die Frage stellen, um Antworten zu bekommen, die zur Situation passen?
Also: Was wäre verrückt genug, um unter diesem Krisen-Scenario Bestand zu haben?

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Das Ende des Wettbewerbs?
B
ietet der Matrismus die bessere Lösung? 

Vor der Krise hat sich die Welt über Kriege&Ausbeutung gestaltet. Die wurden von den „Oberen“ und deren sehr persönlichen Interessen ausgelöst. Ziel: Anderen etwas weg nehmen – und selbst kassieren. Dass das Menschenleben kostet … was soll´s!

Würde zukünftig der Matrismus die Märkte bestimmen, würde jeder prinzipiell auf das Konto des Grösseren Ganzen einzahlen. Und weil jeder sowohl Einzel-Person, als auch „Größeres Ganzes“ ist, würde jeder – von jeder Einzahlung profitieren. Ein exponentieller zuwachs für den Einzelnen wäre die Folge.

Und weil der Matrismus „Fürsorge-Werte“ praktiziert, würde jede Einzahlung auch irgendwie Sinn machen. Träumerei? Hmmmm … hätten Sie im Januar geglaubt, dass sich die Lufthansa Richtung Konkurs treiben lässt – und freiwillig die Flieger am Boden lässt? Dass die für Ihre grenzenlose Geldgier bekannten Fussball-Clubs freiwillig Spiele absagen? Dass die Olympiade verschoben wird – nur um den Virus einzudämmen, der für alle gefährlich sein könnte? Riesige Geld-Monopole hören auf, zu arbeiten?

Im Rahmen der Vogel- und Schweine-Gruppe wäre das jedenfalls undenkbar gewesen. Und für die Flüchtlinge? .. kein Drandenken.

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Ob hier das „Magische Dreieck“ rein gefunkt hat?

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Mag also sein, dass die Krise tatsächlich so etwas geschafft hat, wie einen ganz tief greifenden, grundsätzlichen Umbruch. Als „Lotse in die Zukunft“ will ich da zu Antworten finden, deren Denk-Modell eben nicht mehr „Vor-Krisenmässig“ ist. Sondern „Krisen-Infiziert“. Wer ein System verstehen will, muss eben Teil dieses Systems werden.

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Wie könnte sich dieses gigantische „Magische Dreieck“ auswirken, wenn es um die Märkte geht? Also um den konkreten Umsatz der Industrie? Um deren Übereben? Und um die Arbeits-Plätze – soweit sie nicht bereits kostenmässig weg rationalisiert wurden?

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Sehen wir mal von den Toiletten-Papier-Hamsterkäufen ab, hat sich der gesamte Konsum radikal runter gefahren. Und viele von uns spüren: Das tut sogar gut! Endlich ist dieser Kauf-Zwang, die manipulierende Werbung weg. Der unnütze Müll aus den Schränken verschwunden. Konsum-Verzicht, der Lust und Laune macht. Klar haben wir gelernt, dass wir die Ressourcen schonen müssen … aber gelaufen ist vor der Krise nicht viel. Die geballte Macht der Industrie hat sich weiter durch gesetzt – und die Verbraucher konnten bequem ihr „Wie immer!“ zelebrieren.

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Jetzt verzichten wir freiwillig – und fühlen uns noch gut dabei! Wenn das so bleibt, fällt die Produktion um – na, schätzen wir 30%? Was das an Ressourcen schont, Energie frei gibt, die Luft entlastet. Die CO2-Bilanz zum Strahlen bringt. Freiwillig. Im Januar hätte das noch erbitterte Presse-Kämpfe ausgelöst. Ist es die Kraft des „Magischen Dreiecks“, das hier drein gefunkt hat?

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Was bedeutet das für die Firmen?
Was könnte es hier an Erdrutsch-Effekten geben?

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Spielen wir hier auch mal „verrückt“. Opfern wir gedanklich das „Goldene Kalb“ der Wirtschaft – die „Betriebs-Wirtschaft“ – einem neuen Leitbild des Matrismus.

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Ab dann ist es eben keine Option mehr, Megatonnen von Plastik ins Meer zu kippen. Nur weil Betriebswirtschaftler das als „billiger“ errechnet haben. Ist es auch – aber nur dann, wenn man die davon ausgelösten  Folgen und Folgefolge-Kosten dem Grösseren Ganzen aufbürdet. Wenn bei Amazon die Retouren weg geworfen werden, nur wie Betriebswirtschaftler beweisen, dass sich die Wiedereingleiderung nicht rechnet. Stimmt – aber nur dann, wenn man die Ressourcen-Frage nicht einbezieht.

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Sagen wir’s mal so: Wenn der Matrismus das Wohl des Grösseren Ganzen, von dem wir letztlich alle leben, über das Wohl des Einzelnen stellt, entsteht ein neues Unternehmens-Leitbild. Dann fördert  das Management das Wohl der Mitarbeiter. Die wiederum engagieren sich für das Unternehmen.

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Wie ist es jetzt noch?

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Die Betriebswirtschaft dreht das um: Das Grössere Ganze hat sich dem Wohl des Einzelnen unter zu ordnen. Das ist wie ein Krebs – sagt zumindest das renommierte „Management-Institut St. Gallen“. Könnte stimmen, denn der Krebs dehnt sich aus, indem er die Energie und die Vitalstoffe des restlichen Körpers aufsaugt – so lange, bis der Wirt stirbt  – und damit auch der Krebs. Selbstzerstörung. Ist es verwunderlich, wenn dieses Krebs-Modell bei dieser Denk-Weise die Unternehmen und Menschen gleichermassen befällt? Nur – das ist schon lange so. Und niemanden juckt´s. Unter Corona hat sich da bereits viel geändert.

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Was hat „Die Krise“ also tatsächlich bewirkt?

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Sie hat zumindest bis jetzt die Perversion der betriebswirtschaftlichen Denkweise auf den Kopf gestellt. Ohne Kampf. Anklage. Einfach so. Weil eine neue Grundhaltung – der Matrismus – plötzlich da war. Weil die Macht der Vernetzung Millionen und Aber-Milionen Menschen zusammen gebunden hat. Weil die Emotionalität blitzartig eine neue Wahrheit geschaffen hat, der wir uns liebend gerne unterstellen und verpflichten.

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Mag sein, dass es dahinter großkalibrige Interessen gibt. Aber das, was sich jetzt „auf der Strasse“ gebildet hat, ist von extrem grosser Kraft. Und nicht mehr kalkulierbar. Nicht kontrollierbar. Es bezieht seine Orienerung, seine Kraft, seine Berechtigung aus der Haltung heraus, dem Grösseren Ganzen zu dienen.

Und damit fällt die nächste Domain: Die Hierarchie.
Das „Primat des Übergeordneten“.

Und genau diese Entwicklung könnte auch in den Orga-Strukturen der Unternehmen die grösste Revolution auslösen, die es dort je gegeben hat. Sicher nicht aus einer besseren Ansicht heraus. Wenn, dann sind es auch hier die Kräfte des „Magischen Dreiecks“.

Konnte sein.
Wir wissen es nicht.
Wir werden es sehen.

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Bringen wir es mit einer einzigen Frage auf den Punkt:
„Gehen wir in die totale Selbstzerstörung – oder in ein „Goldenes Zeitalter“?“

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Als „Lotse in die Zukunft“ glaube ich … es wird beides kommen.
Als Flic-Flac.

Was immer sich jetzt weiter entwickelt, es wird massive Zerstörungen und Brüche geben. Das marode Finanz-System, die überhitzte Wirtschaft, die sozialen Spannungen dürften verschwinden – nicht weil es eine Regierung so beschliesst. Nein. Es gibt seit Corona noch viel stärkere Dynamiken, die gerne akzeptiert werden. Und die könnten genau das auslösen, was uns allen – also als „Grösseres Ganzes“ – richtig gut tut.  Bestimmt. Wir müssen jetzt nur noch die Krise überleben. Aber mit dem „Magischen Dreieck“ sollte das schon möglich sein.

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