Brain Management by Karl J. Hierl

Die „Goldene Regel“ des produktiven Denkens. Krisen sind gut, ehrlich!

Für diesen Blog-Artikel müssen wir ganz weit zurück gehen. In die Vergangenheit. Ins alte Griechenland. Da gab es in Delphi dieses Orakel, das man für alles befragen konnte – und der Ratspruch war:

Erkenne Dich selbst.

Das sagt alles – und nichts. So sind die Orakel nun mal. Man ist selbst dafür verantwortlich, sich den Inhalt raus zu ziehen. Also kommt es für das Verstehen immer darauf an, wie weise man selbst ist.

Mittlerweile ist klar, dass das eigene Leben, das eigene Glück, der eigene Erfolg unmittelbar mit dem eigenen Hirn und dessen Benutzung zu sehen ist. Daher auch die Idee, eine „Goldene Regel“ zu zeigen, mit der das tatsächlich zu machen geht.

Hätte das Orakel von Delphi eine Filiale hier in Kleinwallstadt, würde der Spruch jetzt lauten:

„Erkenne dein eigenes Hirn – und wie es arbeitet.
Benutze es intelligent.
Und halte Dich an die „Goldenen Regeln des Denkens!“

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1. Die „1. Goldene Regel des produktiven Denkens „: Die Wahrheit ist das Produkt aus Widersprüchen.

Rein biologisch ist das Denk-Hirn in zwei Hemisphären aufgeteilt. Beide haben sich klar spezialisiert. Die Linke für das „Rationale Denken“. Die Rechte für das „Emotionale Empfinden“. Damit ist klar: Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte – das wäre das Loch dazwischen – sondern in der Verschmelzung der Extreme. Alles andere ist ein (schaler) Kompromiss.

Hier die Anweisung zur „1. Goldene Regel.“:
Wer sein Hirn richtig benutzen will, muss beide Bereiche angemessen bedienen. Den klaren Versand, der die Strukturen erkennt. Der Zusammenhänge bildet. Der aus der Erkenntnis eigene Schlüsse zieht. Aber auch genau so die „Emotionale Intelligenz“. Die ist hoch komplex, kann richtig viele Aspekte koordinieren, kann aus Widersprüchen überraschend Neues hervor bringen und uns damit eine persönliche  Zukunft erschaffen.

Der LINKE Verstand organisiert das Leben. Die RECHTE Emotion lebt das Leben. Einer braucht den Anderen. Und gemeinsam erschaffen die beiden jetzt Ihre „Persönliche Zukunft“, in der Sie aus der Vergangenheit gelernt – und daraus wirklich NEUE Lebens-Entwürfe geschaffen haben. Genial, oder!

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Der Kern dieser „1. Goldene Weisheit“: Das Hirn kann immer beides!

Das Hirn kann GLEICHZEITIG Rechts UND Links. Hass UND Liebe. Klarheit UND Emotion.  Also alles, was wir letztlich als „Echte Lebendigkeit“ erleben. Und lieben. Also organisiert unser Hirn automatisch einen immer breiteren Lebens- und Entwicklungs-Horizont. Lässt sowohl die Angst zu, als auch die Erkenntnis, dass hinter der Angst sich immer eine verborgene Stärke zeigen will. Wir lernen, vor der Angst zu fliehen – und sie genau so als genialen „Pfadfinder in die Zukunft“ zu benutzen.

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2. Schon haben wir die „2. Goldene Weisheit“: Das Hirn braucht immer beides, um daraus ein „Lebendiges Leben“ zu bilden.

Genau das ist es, was wir letztlich als „Freiheit“ erleben. Die Möglichkeit, sich in jeden herausfordernden Zustand werfen zu können. Auch mal das Prickeln eines echten Risikos zu fühlen. Genau an dieser „Kante des Ungewissen“ erleben wir, was wir wirklich können. Da bekommt das Leben seine Würze. Der Mensch seine Identität. Und die Tore des „Gefängnis der Gewohnheiten“ öffnen sich.

Gehen wir hier in die Praxis:

Bisher waren wir logisch unterwegs. Zwingend. Hatten genau EINE Wahrheit. Logik schliesst ambivalentes Denken aus. Warum? Und schon wieder müssen wir weit zurück in die Vergangenheit: Es gab Zeiten, da hatte sich das Hirn gerade erst gebildet. Es war noch ziemlich „dumm“, hatte wenige Erfahrungen gespeichert. Also entstand der enge Denk-Modus der „Logik“: So wenig wie möglich Alternativen bedenken müssen. Aber – zumindest gab es damit schon mal eine Richtung ….

Heute haben wir ein extrem potentes Hirn – das viel speichert – und 7 Denk-Modi entwickelt hat, um diese Daten in 7 Versionen zu verarbeiten. Und mit diesen 7 Denk-Modi kann es jetzt aus der gleichen Info-Basis rasend viele Varianten bilden – oft sogar automatisch. Genau das sichert das Überleben – auch in Krisen. Und schenkt dieses betörende Gefühl, frei zu sein.

Gehen wir weiter. Freiheit ist nur frei, wenn sie genau so klare Regeln hat. Sonst wird sie zur Anarchie. Bei den „Goldenen Regeln“ kommen wir jetzt zum dritten Denk-Modus:

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3. Der dritte „Goldene Denk-Modus“ ist die SYNTHESE. Das verschmelzen der Widersprüche.

Angenommen, Sie driften gerade voll in eine Krise. Das kann Ihnen egal sein – es ist allenfalls unbequem. Warum? Weil Sie wissen, dass gemäss der „Widersprüchlichen Denk-Weise des Hirns“ hinter der Krise ein genau so grosses Entwicklungs- und Erfolgs-Potential steht. Sie wissen, dass diese bremsende Krise Ihnen den Pfad zu fördernden Stärken zeigt. Stärken, die Sie jetzt brauchen – aber nicht trainiert haben. Das Orakel würde sich freuen:

Erkenne Dich selbst! Siehst, sag ich doch!“

Weiter im Praktischen:

Die SYNTHESE will Widersprüche haben, weil sie diese zu einer „Dritten Wahrheit“ verarbeiten kann. Was soll dann noch diese alberne Diskussion, wer Recht hat. Darum geht’s doch garnicht mehr. Vielmehr: Was kommt raus, wenn wir Deine und meine Meinung verschmelzen?“ Das ist in jedem Fall erheblich spannender, als jede noch so geniale Einzel-Idee.

Doch – soweit sind wir noch nicht.

Aktuell ist nur die akute Bedrohung da. Das Negative. Der Schmerz. Die Angst. Also nutzen Sie den bereits bekannten Denk-Modus – das „Widersprüchliche Denken“. Da können Sie sich fragen:

Was sind die Vorteile dieser Krise für mich?
Was bringt sie mir?
Was kann ich jetzt tun/erkennen,
was ohne diese Krise weiterhin unmöglich wäre?“

Wenn Sie das ein wenig trainieren, geht das reflexartig schnell. Die Antworten stehen dann quasi schon Schlange, bevor Sie die Frage gestellt haben.

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Endlich. Hier kommt die Denk-Anleitung:
So führen Sie den SYNTHESE-Prozess durch, um aus Widersprüchen Ihre „Persönliche Zukunft“ zu bilden.

Sie wählen zuerst ein emotionales Fakten-Pärchen, das sich ziemlich widerspricht: Das, was Ihnen Angst macht – und das, worüber Sie sich trotz der Krise freuen. Hauptsache – Widersprüche! Sie erleben das als „Freiheit“ – und Ihr Hirn giert danach, weil es richtig gerne so arbeitet.

In Ihrer Vorstellung legen Sie bitte jetzt beide Fakten/Emotionen vor sich auf jeweils ein kleines „Tischchen“. Sauber getrennt. Und dann versuchen sie, mit einem gemeinsamen Blick beide zu erfassen. Sie vereinen in EINEM Blick die Widersprüche.

Darauf hat das Hirn aber nur gewartet – und es beginnt die Widersprüche zu verschmelzen. Nicht weg zu diskutieren. Oder abzuwerten. Es zündet einen faszinierenden Creativ-Prozess.

Am Ende springen Sie die Lösungen fast an. Es gibt immer mehr Varianten, die als faszinierende Zukünfte aus den Konter-Fakten entstanden sind. Und an keine dieser Ideen hätten Sie zuvor denken können.

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So, jetzt wieder raus aus der Praxis – zurück zum Kleinwallstadt-Orakel:

„Erkenne Dich selbst – und Du wirst sehen,
das Dich nichts so anturnt,
wie Deine eigene Entwicklung!“

Damit sind wir am Kern der „3 Goldenen Regel“:

Die SYNTHESE hilft uns, eine eigene, persönliche Zukunft zu bauen. Und weil es dazu auf die bisherigen Erfahrungen zurück greift, haben wir auch die nötigen Fertigkeiten, um diese Zukunft auch leben zu können. Und wenn’s zu eng wird, haben wir ja die Krisen, die uns immer wieder eine neue Stärke zeigen. Oder – wie man in Delphi so schön sagt:

„Erkenne Dich selbst!“ …
und nicht „Entscheide Dich endlich …!“

Wollen Sie diesen SYNTHESE-Prozess solide erlernen?
Wollen Sie hinter den bockigen Gegenteilen eigene Stärken erkennen?
Wollen Sie aus den gegenwärtigen Krisen Ihre eigene Zukunft entwickeln?
Für sich persönlich – oder auch für Ihr Unternehmen?

Dann sollten wir mit einender reden.

Gemeinsam finden wir die Antworten, die Ihre persönliche Zukunft bauen.
Und wenn sie genau diese Ideen realisieren wollen, bin ich auch für Sie da. Ganz konkret. Nicht so orakelhaft, wie die aus Delphi!

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