Brain Management by Karl J. Hierl

Die „Neue Weite“ im Kopf. Aktiver Raum – für überlegen besseren Ideen

Möchten Sie heute wirklich „Bundeskanzler“ sein – 

und all diese total verworrenen Gestricke auflösen? Nein – ich nicht! Aber das Thema ist ja auf jeder anderen Ebene genauso da. Das beginnt im Leben des Einzelnen – und geht über die Firmen, die Krankenkassen bis hin zu … Wer weiss ich was…

Wieso haben wir uns da so endlos verstrickt? 

Wieso steht praktisch jedem NEUEN Lösungs-Versuch sofort eine ganze NEIN-Armada gegenüber?
Evolution-Biologen lächeln da nur weise und sagen: Na klar … wir haben unser eigenes Hirn nicht erkannt. Verstanden. Also auch total falsch benutz!“ Und was meinen die damit? Im Cortex haben wir zwei Hemisphären, die jeweils eine völlig andere Aufgabe – und somit Funktionsweise haben. Die LINKE organisiert Klarheit, Linearität, Strukturen. Die RECHTE Emotionen, Entwicklungen und den Umgang mit Widersprüchen. Da der Aufwand, in der LINKEN zu denken, erheblich geringer ist, haben wir uns hier eingenistet: Wahrheit. Vorhersehbarkeit. Ordnung. Stabilität … Wie haben wir das doch so geliebt! Doch damit ist die ganze Welt immer enger geworden: Wahrheit duldet eben keine Alternativen. Und die Vorhersehbarkeit hasst Überraschungen. Und jetzt hat sich das alles soweit aufgeschaukelt, dass wir die Probleme mit den Methoden der Vergangenheit nur noch schlimmer machen.

Wir brauchen jetzt ein völlig neues Denkmodell, 

das uns den Umgang mit der Unwägbarkeit zur Lust macht. Oder anders gesagt: Unser Denken muss soviel „RAUM“ haben, dass auch skurril anmutende Ideen Platz finden – und zumindest als Stimuli wertvolle Dienste tun. Neben dem, was wir als „Machbar“ und „Realistisch“ beschreiben, muss so viel Toleranz sein, dass wir das Andersartige fei von Ängsten und Aggression zulassen, bestaunen und konstruktiv benutzen können. Nun will ich hier nicht als der „Philosoph“ enden der schöne Träume verbreitet, sondern der konkrete Praktiker sein, der klar erkennt, was zu tun ist, wohin die Reise gehen muss … und wie wir das dann ganz konkret anpacken können. Schliesslich habe ich alles das schon selbst ausprobiert.

Der konkrete Weg zu „Freiheit im Kopf“

Wenn wir Widersprüche zulassen sollen, muss die RECHTE Hemisphäre ran. Die will die damit verbundenen Kicks. Um aber solche Polaritäten überhaupt zu haben – muss die LINKE zuerst für saubere Strukturen gesorgt haben. Strategie: Es geht um die polarisierende Entwicklung beider Hälften – und dann um deren Integration im Rahmen eines Verschmelzung-Prozesses. In der Praxis würden wir also – wie bisher – alle PRO´s und alle CONTRA´s sammeln. Doch jetzt kommt der alles verändernde Unterschied: Es geht heute nicht mehr um das Abwägen der Einen gegen die Andere. Warum? Weil alles sowieso gleich stark ist – und weil es generell und immer zu jedem KONTRA auch das gleich starke PRO gibt. Also war dieses Spiel, das wir dann hochtrabend „Rationale Entscheidung“ genannt haben, schon immer ein Spiel der Emotionen. Und der persönlichen Machtgelüste Einzelner. Das NEUE daran ist jetzt: Die beiden Pole immer kreativer miteinander zu verschmelzen. Zu Lösungen, in denen die beiden Wurzeln konstruktiv ihre Früchte treiben. Produkte und Orga-Strukturen also immer besser und anspruchsvoller machen.

Und wie sieht das dann real aus?

FÜR die Entwicklung eines völlig neuen Typs spricht, dass dafür kein Wettbewerb da ist, die Preise fast beliebig gestaltbar sind. Das KONTRA ist der enorm hohe Aufwand für die Entwicklung – und das Durchsetzen im Markt. Die Lösung, die beide Aspekte integriert ist: Wir entwickeln den neuen Typ, indem wir die potentiellen Käufer von Anfang an einbinden. CoEvolution, sozusagen. OK, nicht ganz neu, stimmt. Dennoch ein gutes Beispiel, um das Strategie-Modell klarer zu sehen. Wie organisiert man das? Wenn es End-Kunden sind, sicher mit Hilfe von Social Media. Sind Firmen die Abnehmer, gilt es, die eigene Genialität im Verschmelzen so zu fördern, dass sich hier eine Führerschaft durch die komplexere Kreativität entwickelt. Es geht also hier um die „Evolution-Führerschaft“. Um die Fähigkeit, in den ANDEREN die besseren Entwicklung-Prozesse zu initiieren, zu begleiten und zu qualifizieren. Und das braucht jetzt ein total anderes Denken: Statt Bunkern des Wissens und Verhindern des Fortschrittes anderer ist genau das Gegenteil zielführend: Es führt, wer die Entwicklung des Anderen besser stimulieren und absichern kann.

Also – da sind wir doch schon wieder am Ausgangs-Punkt angekommen:

Beim grösseren NEUEN Raum. Mit positiven NEUEN Rahmenbedingungen. Bei den provokativen Stimuli. Und bei der Toleranz für das unverständliche Neue. Andersartige. Wer heute genau diesen Punkt beherrscht, führt den anderen genau aus den Krisen heraus, für die er selbst keine Lösung mehr finden kann. Und das macht ihn unverzichtbar. Und unaustauschbar.

Ungewohntes Denk-Modell?

Ja, sie sollten das echt mal tiefer durchdenken und ausprobieren. Denn gottseidank sind Sie ja nicht Bundeskanzler und haben die Opposition an der Backe. Ach ja, für die wäre dieser Ansatz der Natur und der Evolution doch genauso hilfreich. Mal sehen, wann sich das in der Politik durchsetzt.

Angenommen, Sie finden dieses neue „Raum-Konzept“ zumindest beachtenswert

und wollen sich damit immer wieder etwas tiefer mit den dahinter liegenden BIOLOGISCHEN Parametern auseinander setzen, dann schauen Sie bitte immer wiedermal auf meinen Burnout- und Stress-Blog. Da poste ich immer wieder was zum Thema. Hier der Link: www.burnout-stress-Info.de

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